02.03.17

Bio-basierte Polymere weltweit – Wachstum trotz schwierigem Marktumfeld

Die weltweite Produktionskapazität bio-basierter Polymere ist im Zeitraum von 2015 bis 2016 um 4 % auf 6,6 Mio. t angestiegen, was einen Anteil von 2 % am Gesamtmarkt für Polymere entspricht. Der Umsatz mit bio-basierten Polymeren betrug im Jahr 2016 rund 13 Mrd. € gegenüber 11 Mrd. €. im Jahr 2014. Prognosen gehen davon aus, dass die Produktionskapazität bio-basierter Polymere bis zum Jahr 2021 auf 8,5 Mio. t anwachsen wird.

Grafik: nova-Institut GmbH

Grafik: nova-Institut GmbH

Das Wachstum der bio-basierten Polymerkapazitäten deckt sich mit den Wachstumsraten des Gesamtmarktes für Polymere. Betrug die jährliche Wachstumsrate zwischen 2012 und 2014 noch 10 %, liegen die jährlichen Wachstumsraten aktuell nur noch bei 4 % für die Jahre 2015 bis 2021. Dieses Wachstum entspricht dem Wachstum des Gesamtmarktes für Polymere. Die Hauptgründe für das schwächere Wachstum liegen beim niedrigen Ölpreis, in mangelnder politischer Unterstützung sowie in einer Kapazitätsauslastung, die langsamer ansteigt, als erwartet (siehe Grafik).

Nicht alle bio-basierten Polymere sind biologisch abbaubar. Einige bedeutende Polymere jedoch sind es, zu diesen zählen u.a. Polyhydroxyalkanoate (PHA), Polymilchsäure (PLA) und Stärke-basierte Polymerblends. Eine starke politische Unterstützung biologisch abbaubarer Kunststoffe in der Verpackungsindustrie findet man ausschließlich in Italien und Frankreich. Die Nachfrage nach biologisch abbaubaren Verpackungen weist daher immer noch zweistellige Wachstumsraten auf. Eine zusätzliche Nachfrage könnte aus der zunehmenden Mikroplastikproblematik („marine littering“) entstehen, bisher konnten biologisch abbaubare Kunststoffe aber nicht von dieser Diskussion profitieren.

Die Marktstudie des nova-Instituts „Bio-based Building Blocks and Polymers – Global Capacities and Trends 2016 – 2021” stellt einen einzigartigen Report dar, der den umfassendsten Überblick über den Weltmarkt bio-basierte Polymere gibt, mit aktuellen Daten zu Kapazitäten und Anwendungen aller relevanten bio-basierten Building-Blocks und Polymere.

Der Report zeigt Marktdaten für das Jahr 2016 sowie eine Prognose bis zum Jahr 2021. Die Daten wurden von einer hochrangigen Expertengruppe für Biopolymere zusammengestellt. Die Mitglieder dieser Gruppe stammen aus Asien, Europa und den USA, sie verfügen über direkte Kontakte zu den weltweit führenden Produzenten von Building Blocks und Polymeren. Die Daten der jährlich erscheinenden nova-Marktstudie werden nicht nur regelmäßig von den führenden multinationalen Konzernen verwendet, sie dienen auch dem Verband „European Bioplastics“ als Basis, seine jährlichen Marktdaten zu aktualisieren. Die Branche stützt sich auf die herausragende Qualität der nova-Marktforschung.

Die Studie beinhaltet 249 Seiten mit über 50 Abbildungen und 140 Tabellen, zu Produktionskapazitäten in Nord- und Südamerika, Asien und Europa im Zeitraum von 2011 bis 2021 für siebzehn bio-basierte Building Blocks und 30 Polymere einschließlich der unterschiedlichen Anwendungsgebiete für jedes einzelne Polymer. Darüber hinaus enthält die Studie detaillierte Firmenprofile von 104 Unternehmen, die zusammen über 70 verschiedene bio-basierte Building Blocks und Polymere herstellen.

Die Studie „Bio-based Building Blocks and Polymers – Global Capacities and Trends 2016 – 2021” ist zu einem Preis von 2.000 € auf www.bio-based.eu/reports erhältlich.

Über das nova-Institut

Das nova-Institut wurde 1994 als privates und unabhängiges Institut gegründet und ist im Bereich der Forschung und Beratung tätig. Der Fokus liegt auf der bio-basierten und der CO2-basierten Ökonomie in den Bereichen Rohstoffversorgung, technisch-ökonomische Evaluierung, Marktforschung, Ökobilanzen (LCA), Öffentlichkeitsarbeit, B2B–Kommunikation und politischen Rahmenbedingungen. Mit einem Team von 25 Mitarbeitern erzielt das nova-Institut einen jährlichen Umsatz von über 2,5 Mio. €.

Quelle: nova-Institut GmbH

 

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Dipl.-Phys. Michael Carus
Geschäftsführer
nova-Institut GmbH
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